
Print- & Layoutdesign
Sechs eigeninitiierte Konzepte, die zeigen, wie Print und Layout unterschiedlichen Marken eine klare, einprägsame Identität verleihen können.
Anika König — Visitenkarte
Ein Visitenkarten-Konzept für eine Berliner Wirtschaftsanwältin, die mit Gründerinnen und kleinen Unternehmen arbeitet.
Das Design baut auf dem Ass als Symbol für Selbstvertrauen, Stärke und eine gewinnende Position auf. Das zentrale „A“ funktioniert auf zwei Ebenen: Es steht für Anika und verweist zugleich auf das Ass – eine klare visuelle Idee, die einprägsam bleibt, ohne unseriös zu wirken.
Noto Serif verleiht dem Namen Autorität und Glaubwürdigkeit, während die begleitende serifenlose Schrift die Kontaktdaten klar und gut lesbar hält. Die Farbpalette aus Schwarz, Weiß und Rot unterstreicht den Bezug zur Spielkarte und hält die Umsetzung dabei kontrolliert.
Die Rückseite priorisiert die Informationen, die nach einem ersten Treffen gebraucht werden: Fachgebiet, Website, E-Mail, Telefon, Standort und QR-Code. Das Konzept soll die Karte hervorstechen lassen, wiedererkennbar machen und die Nachverfolgung erleichtern.

Tattoo Studio — Poster & Studio-Karte
Ein Druckkonzept für ein Tattoo-Studio mit starkem traditionellem Einfluss und einer zugänglicheren Persönlichkeit.
Die Komposition bewahrt vertraute Elemente der Tattoo-Kultur: dunkles Papier, ornamentale Rahmen, gebogene Typografie, Blitzmotive und handgezeichnete Tätowiermaschinen. Ein verspieltes zentrales Maskottchen mildert den Ton, ohne der Optik ihre Glaubwürdigkeit zu nehmen.
Der Kontrast zwischen dem traditionellen Rahmen und der humorvollen Illustration verleiht dem Studio einen wiedererkennbaren Charakter. Er soll Aufmerksamkeit wecken, die Persönlichkeit des Studios vermitteln und Besuchern mehr bieten als eine gewöhnliche Werbekarte.
Die Illustration ließe sich auch auf Sticker, Social-Media-Beiträge, Pflegehinweise, Merchandise und weitere Touchpoints des Studios ausweiten.

Larana Eatery — Menü
Ein Menü-Konzept für ein retro-inspiriertes asiatisches Restaurant, das Persönlichkeit mit praktischer Bestellführung verbindet.
Das Menü unterteilt die Gerichte in klare Kategorien und hilft Gästen so, das Angebot zu erfassen, ohne eine lange Liste durchsuchen zu müssen. Gerichtnamen, Beschreibungen und Preise folgen einem einheitlichen Rhythmus, der den Inhalt leichter überschaubar und vergleichbar macht.
Dekorative Elemente wie Bandschriftzüge, illustrierte Speisen, Schachbrettmuster und warme Farben prägen den Charakter des Restaurants, während die eigentlichen Menüinformationen zurückhaltend und gut lesbar bleiben.
Der Zweck ist einfach: Gästen helfen, schnell zu finden, was sie interessiert, die Auswahl zu verstehen und zur Bestellung zu gelangen, ohne dass die visuelle Identität im Weg steht.

Bremen House — Kaffeemenü
Ein Wandmenü-Konzept für ein unabhängiges Kaffeehaus, das lokalen Charakter mit klarer Alltagstauglichkeit verbindet.
Kräftige Überschriften trennen Kaffee, alkoholfreie Getränke und Speisen, während Artikelnamen und Preise einer einheitlichen horizontalen Struktur folgen. Das macht das Menü aus der Distanz leichter lesbar und schneller aktualisierbar, wenn sich Produkte oder Preise ändern.
Die illustrierten Tierfiguren verweisen auf die Bremer Stadtmusikanten und geben dem Café ein wiedererkennbares lokales Detail, das sich über das Menü hinaus auf Becher, Verpackung, Beschilderung und Social-Media-Inhalte ausweiten lässt.
Der einfarbige Ansatz hält das System zudem visuell konsistent und praktisch für den wiederholten Druck.

Skincare Serum — Produktwerbung
Ein Werbekonzept, das das Serum und seine wichtigsten Vorteile sofort verständlich machen soll.
Die Flasche bleibt im Zentrum der Komposition, unterstützt von kurzen Vorteils-Hinweisen und einer klaren Inhaltshierarchie. Statt sich nur auf Stimmungsbilder zu verlassen, gibt das Design dem Produkt, seinem Zweck und dem nächsten Schritt gezielte visuelle Priorität.
Der weiche Hintergrund schafft eine passende Beauty- und Skincare-Atmosphäre, während die dunklere Textfarbe die Informationen lesbar hält.
Das Konzept ist für Produktseiten, Social-Media-Kampagnen, digitale Werbung und gedrucktes Werbematerial gedacht – überall dort, wo Betrachter das Produkt schnell verstehen sollen, bevor sie entscheiden, mehr zu erfahren.

Synth & Beats — Künstler-Banner
Ein Werbemotiv-Konzept für einen Electronic-Music-Künstler, das über verschiedene digitale Formate hinweg wiedererkennbar bleiben soll.
Ein monochromes Porträt, gesättigte Rot-Elemente, Glitch-Verzerrung, Scanlines und wellenforminspirierte Grafiken etablieren das Genre, bevor der Betrachter den Titel liest. Kräftige, eng laufende Typografie hält den Künstlernamen auch in kleineren Formaten sichtbar.
Die Komposition verleiht der Kampagne eine starke visuelle Signatur, die sich über Social-Media-Beiträge, Cover-Artwork, Streaming-Grafiken, Veranstaltungsankündigungen und Video-Banner hinweg anpassen lässt.
Ziel ist es, dem Künstler zu helfen, in überfüllten Feeds schnell aufzufallen, und eine konsistente visuelle Richtung rund um die Veröffentlichung zu schaffen.

Jedes Stück folgt derselben Idee: ein klares Konzept, das sich durch Typografie, Farbe und Layout zieht, bis es sich wie ein vollständiges System anfühlt.
